Waschhüsli

Das Waschhüsli im Weiler St. Ottilien ist eines der wenigen noch erhaltenen Waschhüsli im Kanton Luzern und stammt aus dem Jahr 1842. In ihm wurde – der agrarischen Lebensweise dieser Zeit und dem ländlichen Raum entsprechend – vor allem (durch die Frauen bzw. Mägde) gewaschen, im Herbst gedörrt (Früchte, Gemüse) und im Winter gebrannt (Schnaps). Das Waschhüsli war bis 2023 in einem desolaten Zustand; nach dem grossen Hagelschaden vom Juni 2021 hat sich der Stiftungsrat für die Renovation entschieden. Auf die St.-Ottilien-Kilbi im Oktober 2024 wurde die Renovation (unter Beizug der kantonalen Denkmalpflege und durch spezialisierte Handwerker/innen) abgeschlossen und das Bijou der Bevölkerung vorgestellt. 

Im Innern des Waschhüsli kann eine attraktive historische Geruchszeitreise zum Waschen, (Obst) Dörren und „Schnaps“ Brennen erlebt werden (Dauer: 7 Minuten).

 


Veranstaltungen

Keine Termine vorhanden.
Termine abonnieren (in Kalender wie Outlook, iCal oder Mobilgeräte hinzufügen)

Öffnungszeiten: Waschhüsli

Neues Erlebnis im Waschhüsli: Es hat wieder Leben Einzug gehalten. Schauen Sie rein und lassen Sie sich von der Geruchszeitreise überraschen... 


 

Geöffnet ist das Waschhüsli täglich von:

- Sommerzeit: 08:00 – 20:00 Uhr
- Winterzeit: 08:00 – 18:00 Uhr

Geruchszeitreise im Waschhüsli

Der ursprüngliche Zweck des historischen Waschhüsli ist heute kaum noch erkennbar, dennoch scheint der Duft des Waschens, Brennens und Dörrens weiterhin in der Luft zu schweben. Mit der Installation im Waschhüsli werden die Besuchenden auf eine Geruchszeitreise mitgenommen. Beim Betreten des Gebäudes erklingt eine Stimme, die erzählt, wie es einst in den Räumen gerochen hat. Die Besuchenden erfahren dabei mehr über die Prozesse des Waschens, Brennens und Dörrens auf dem Bauernhof im 19. Jahrhundert. Diese drei Hauptaktivitäten werden in jeweils eigenen Erzählungen vorgestellt, während drei Duftstationen dazu einladen, die entsprechenden Gerüche zu erleben. An den Wänden erscheinen Schattenbilder von früher verwendeten Objekten, wie etwa einem Waschbrett. Jede der drei Aktivitäten ist durch eine eigene Farbe symbolisiert. Diese vereinen sich an der Decke in Form einer Lichtinstallation zu einer symbolischen Duftwolke. Diese Duftwolke dient als visueller Blickfang und unterstreicht die vergängliche, flüchtige und emotionale Natur von Düften im Raum. Durch die Reduktion auf Licht und Schatten rückt die historische Bausubstanz des Waschhüsli als stiller Zeuge der Vergangenheit ins Rampenlicht.

 

Mitwirkende 

Spatial Design
RÜM Studio (Jacqueline Balosetti, Julian Gander, Saskia Morgenegg)

Duftkreation
Beatrice Bibi Bigler – Parfum Bar GmbH

Sprechende
Emma Häller (Waschen), Verena Lustenberger (Dörren), Thomas Stöckli (Brennen)

Mentoring
Klaus Marek

Technik
auviso – audio visual solutions ag

Näh- und Holzarbeiten
Sabine und Reto Gander

Projektwettbewerb
HSLU – Spatial Design

Finanzierung
Albert Koechlin Stiftung, Luzern